Schluss mit zusammenbasteln: Low Code mit Konzept mit der Power Apps Map
- kim

- 25. Jan. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 31. Mai 2025
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Warum bei Low Code mit Konzept und Plan rangehen?
âEs ist doch alles schnell gemacht?â
Wozu hier noch den Aufwand machen und alles vorher planen?
Als Low-Code-Entwickler, Berater, BefĂ€higer, Lösungsarchitekt, Teilzeit-Admin habe ich in den letzten fĂŒnf Jahren oft gesehen, dass Maker direkt in der UI starten, ohne eine klare Richtung. Das fĂŒhrt oft zu Herausforderungen â von unĂŒbersichtlichen Lösungen bis zu fehlendem Fokus auf die tatsĂ€chlichen NutzerbedĂŒrfnisse.

Warum Planung bei Low Code wichtig ist?
Low-Code-Plattformen, wie die Microsoft Power Platform geben uns ein Geschenk:
Sie nehmen uns die viel Arbeit bei Entwicklung, Tests und Deployment ab.
Das ist wie ein Fertighaus-Baukasten â du sparst Zeit und Energie.
Durch die rapide Entwicklung von Agents, Copiloten und anderen (momentan noch) kleinen Helfern wird das eigentliche heavy lifting, das coden, deployen, betreiben von Infrastruktur und bauen der GeschÀftslogik immer einfacher und verschwindet in den Abstraktionsschichten der Platformen.
Microsoft CEO Satya Nadella beschreibt es drastisch:
Doch zurĂŒck zu unserem Low Code Projekt:
Die Power Platform nimmt uns viele technische HĂŒrden ab: Entwicklung, Tests, Deployment und Infrastruktur.
Doch die gewonnene Zeit sollte nicht in immer mehr Features oder technische Spielereien flieĂen, sondern in das VerstĂ€ndnis des Problems und der NutzerbedĂŒrfnisse.
Die drei zentralen Fragen vor dem Start:
1ïžâŁ Welches Problem lösen wir, und warum besteht es?
2ïžâŁ Was brauchen unsere Nutzer wirklich?
3ïžâŁ Wie sieht unser Plan aus?
Lasst uns Zeit nutzen und 80% unserer Zeit mit dem verstehen und auch challengen der Anforderungen sowie der Entwicklung eines soliden Designs verbringen. Wenn wir einen guten (niemals perfekten) Plan haben, starten wir mit voller Kraft in die Umsetzung und verbringen die letzten 20% damit das geplante in eine technische Lösung zu gieĂen.
Mit dem Microsoft Plan Designer, den ich in diesem Video vorstelle, startet Microsoft den Versuch genau diesen Planungsprozess in die Power Platform direkt zu integireren.

Ich möchte Euch mit diesem Artikel ein Werkzeug an die Hand geben, dass ihr direkt nutzen könnt, um den gesamten Anforderungs-, Konzeptions-, und Designpart fĂŒr Euer Projekt auf einer "Karte" ĂŒbersichtlich zu sammeln.
Die Power Apps Map: Low Code mit Konzept
Um euch bei der Planung zu unterstĂŒtzen, habe ich die Power Apps Map (PAM) entwickelt â ein interaktives Miro-Template fĂŒr Low-Code-Projekte. Sie bĂŒndelt die meiner Erfahrung nach essenziellen Schritte fĂŒr ein erfolgreiches Projekt. Auf einen Blick fĂŒhrt sie Euch mit vielen Tipps, Tricks, hilfreichen Fragen und Prompts gemeinsam mit Eurem Kunden oder Fachbereich durch das Projekt und hilft das Problem zu verstehen und die passende Lösung zu entwickeln.
Template benutzen: Power Apps Map â Low Code mit Konzept Template | Miroverse
Video zum Artikel:
Es bietet eine klare Struktur fĂŒr:
Anforderungen
Konzeption
Design
Was die Power Apps Map nicht ist:
Keine Projektdokumentation
Kein Task-Management-System
Kein klassisches Planungstool
Was die Power Apps Map ist:
Ein interaktives Design-Canvas
Eine 80/20-Lösung fĂŒr Planung und Design
Ein Framework fĂŒr Citizen Developer
Was ist Teil der Power Apps Map?
Die Power Apps Map (PAM) gliedert sich in verschiedene Bausteine/Folien/BlĂ€tter (oder in Miro auch "Frames" genannt), die man mehr oder weniger ausfĂŒhrlich ausfĂŒllen kann. GrundsĂ€tzlich empfehle ich Euch all diese Bausteine zu nutzen, es steht Euch aber natĂŒrlich frei (und ist auch sehr wichtig) Kosten-Nutzen des jeweiligen Frames abzuwĂ€gen.
In nachfolgenden Blog Posts, werde ich auf jeden Frame nĂ€her eingehen und Euch Tipps fĂŒr die Nutzung geben.
In diesem Blog will ich Euch einen ersten Ăberblick geben, was Bestandteil und was nicht Bestandteil der PAM ist.

1ïžâŁ Erstanfrage  - der erste Termin: Sortiere die Anfrage, bereite dich auf das erste GesprĂ€ch vor.
2ïžâŁ Projektteam - wer macht was: Dokumentiere Rollen, Verantwortlichkeiten und ZustĂ€ndigkeiten.
3ïžâŁ Steckbrief - worum geht's: Halte Projektziele und -umfang fest.
4ïžâŁ User - fĂŒr wen: Identifiziere, fĂŒr wen die Lösung gedacht ist, und verstehe deren Herausforderungen.
5ïžâŁ Prozesse - wie soll's laufen: Beschreibe den Ist-Zustand und definiere den Zielzustand.
6ïžâŁ User Stories - wer will was wieso: Formuliere Anforderungen aus Nutzersicht â kurz und prĂ€gnant.
7ïžâŁ Solution Map - wofĂŒr was: Plane, welche Technologien fĂŒr welche Anforderungen genutzt werden.
8ïžâŁ App-Design - wie soll's aussehen: Erstelle erste EntwĂŒrfe der NutzeroberflĂ€che.
9ïžâŁ Datenmodell - wo wird's gespeichert: Definiere Tabellen, Beziehungen und Speichertechnologien.
Fazit
Mit der Power Apps Map hast du alle wichtigen Informationen auf einem âZettelâ. Du kannst damit ein nutzerzentriertes und gut geplantes Produkt entwickeln, ohne Zeit in unnötige Features zu verschwenden.
Im nĂ€chsten Blogbeitrag tauche ich tiefer in den ersten Schritt â das ErstgesprĂ€ch â ein. Bleib dran!



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